030 – Die Muskatnuss geht flippern

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Eine Muskatnuss hat sehr eigene Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben. Wie sie es vermeidet als Gewürz auf einem Teller zu landen und was der Flipperautomat damit zu tun hat?

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Professor Dreikant erzählt

Zerrieben auf dem Essen landen? So hatte sich die Muskatnuss ihr weiteres Leben nicht vorgestellt. Sie war besonders groß und ebenmäßig geraten. Die anderen bewunderten sie zwar für ihren schönen Wuchs, aber ihre Ansichten vom Leben einer Muskatnuss hielten sie für töricht und absonderlich. Sie waren einverstanden, irgendwo das Essen zu bereichern. „Aber das ist doch unsere Bestimmung.“ hörte die besondere Muskatnuss von allen Seiten. Das mochte für die anderen zutreffen, aber für sie ganz sicher nicht. Das war doch wirklich kein erstrebenswerter Lebenszweck und sie würde sich nicht damit zufrieden geben. Sie sonnte sich in der Bewunderung. Was die anderen sonst von ihr dachten, langweilte sie. Sie fand sie hätte etwas Besonderes verdient; das war alles, was für sie zählte.  Weiterlesen

029 – Das große Fest…

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…der Weihnachtsmänner

Ob es dieses Jahr endlich wieder gelingt alle Geschenke, die sich angesammelt haben, zu verteilen? Denn nur dann kann das große Fest der Weihnachtsmänner stattfinden. Und das möchten er und seine Freunde doch so gern erleben.

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Philip Pinguin erzählt

Bisher hatten wir uns nie um den Kalender gekümmert, aber jetzt warteten wir ungeduldig und sahen jeden Tag nach, ob nicht endlich Weihnachten war. Ab und zu tauchte Rabe auf und wir löcherten ihn mit Fragen. Hatte er Erfolg gehabt? Würden noch weitere Weihnachtsmänner kommen? Aber er grinste nur und meinte, wir sollten abwarten. Dann kam der ersehnte Tag. Schon vormittags rannten wir immer wieder in den Nachbargarten und setzten uns auf den Schlitten, aber es half nichts. Wir mussten uns bis zur Dämmerung gedulden.

Endlich rührte sich Fritz. Er dehnte und streckte sich. „Hallo!“ begrüßte er uns. „Habt ihr Erfolg gehabt?“

„Ja, ein paar Weihnachtsmänner kommen bestimmt.“ sagte Rabe.

Fritz hatte es eilig: „Sind alle an Bord? Dann können wir losfahren, oder?“

„Ja,“ stimmte der Weihnachtsmann zu. „Wir sind vollzählig. Fahr los, Fritz.“

„Du hast sogar meinen Namen behalten. Jetzt geht es noch mal so gut.“

Fritz nahm einen Anlauf und der Schlitten hob ab. Wir durchquerten mit großer Geschwindigkeit das Himmelszelt und erreichten nach kurzer Zeit die große weiße Wolke, die im Gegensatz zum letzten Mal hell erleuchtet war. Schon von weitem sahen wir unendlich viele Lichter, die sich alle auf dasselbe Ziel zubewegten.

Der Weihnachtsmann rieb sich die Augen und fragte ungläubig: „Sind das tatsächlich alles Schlitten?“ Rabe nickte.

Der Weihnachtsmann konnte es kaum fassen.

„Siehst du, ich habe dir gesagt, wir werden diesmal nicht allein sein.“ frohlockte Fritz.

„Du untertreibst wieder mal gewaltig. Wie habt ihr Vögel das nur geschafft?“ fragte der Weihnachtsmann gerührt und wischte sich verstohlen ein paar Tränen ab.

Rabe gab sich bescheiden: „Das war eigentlich ganz einfach. Jeder von uns hat eine Menge Verwandte und die haben wieder Verwandte und so weiter. Da kommt schon einiges zusammen. Und außerdem hatten viele andere Tiere Lust mitzumachen. Wir konnten gar nicht alle mitnehmen, die gern gekommen wären. Zum Schluss haben wir sogar die Plätze verlost.“

„Da hinten. Seht mal. Der große Schwan auf dem Rentier. Ist das nicht Elrik?“ rief Paula.

Von rechts näherte sich ein morscher verbeulter Schlitten; an dem sogar noch einige Lichter leuchteten. Das Rentier wirkte trotz seines struppigen Fells sehr munter. Auf seinem Rücken thronte majestätisch Elrik und neben dem Weihnachtsmann saß Frido, das Wildschwein, und winkte fröhlich zu uns herüber.

„Frido hat den letzten freien Platz gewonnen und wir mussten die Belegung der Schlitten ändern, damit wir ihn unterbringen konnten.“ erklärte Rabe. „Mit so einen großen Tier hatten wir nicht gerechnet. Elrik hatte Pech mit seinem Los und war tief betrübt.

Wir hatten zwar genauso viele Rentiere wie Weihnachtsmänner, aber vor den einen Schlitten waren zwei Rentiere gespannt. Und so standen wir da mit einem überzähligen Weihnachtsmann. Wir haben den auf ein Rentier gesetzt, aber das klappte nicht. Beide Weihnachtsmänner in einem Schlitten ging auch nicht, dann hätten wir ein paar Tiere ausladen müssen.

Wir waren ziemlich ratlos bis dann Elrik mit dem uralten Schlitten auftauchte. Also haben wir die Plätze noch mal neu verteilt und konnten noch jemandem eine Freude machen.“

„Ich kann es immer noch nicht glauben.“ seufzte der Weihnachtsmann, der befürchtete, gleich aus einem Traum zu erwachen. „Sollte das große Fest wirklich wieder stattfinden?“

„Welches Fest? Was hat es damit auf sich?“ fragte ich.

„Lasst euch überraschen.“ schmunzelte der Weihnachtsmann. „Es wird bestimmt ein unvergessliches Erlebnis.“

„Das große Fest wird stattfinden. Endlich wieder. Wir haben so lange vergeblich darauf gewartet.“ jubelte Fritz und machte einen Freudensprung; der Schlitten hüpfte wild auf und ab, seine Fahrgäste klammerten sich erschrocken fest, nur Fred schaffte es nicht.

„Fred ist rausgefallen!“ schrie Gwendolin.

Fritz drehte auf der Stelle, raste abwärts, holte Fred ein, der wieder in den Schlitten purzelte. Der Weihnachtsmann fing ihn auf, setzte ihn auf seinen Schoß und betastete ihn vorsichtig.

„Er ist wieder da. Noch etwas benommen, aber heil.“

„Naja,“ brummte Fritz. „also wenn ich das nächste Mal vor Freude durch die Gegend hopse, sage ich vorher Bescheid. Alles in Ordnung, Fred? Tut mir Leid.“

Der Weihnachtsmann streichelte Fred, der sich schnell erholte und wie ein Rohrspatz zu schimpfen begann. „Ich glaube, es geht ihm wieder gut.“

„Ja, das ist nicht zu überhören.“ gluckste Fritz. Er schien sich prächtig zu amüsieren.

Wir erreichten den Eingang der weißen Wolke. Unzählige Schlitten reihten sich vor dem Tor hinter einander, rückten aber schnell vor. Dieses Mal kamen wir nicht in einen endlosen Gang. Statt dessen begrüßte uns ein riesiger Saal, dessen Wände mit lauter überquellenden Regalen zugestellt waren, vor denen eine Menge Schlitten auf einmal beladen werden konnten.

Fritz grinste breit: „Selbst die weiße Wolke ist überzeugt, dass wir es schaffen.“

„Woher weißt du das?“ fragte ich neugierig.

„Weil der ganze Raum anders aufgeteilt ist. So wie du es jetzt siehst ist es nur vor dem großen Fest.“

Begrüßungsworte schwirrten durch die Luft. Die meisten hatten sich seit langer Zeit nicht gesehen. Es herrschte eine fieberhafte Tätigkeit. Jeder Weihnachtsmann bemühte sich möglichst schnell seinen Schlitten zu beladen, um seine Fracht auszuliefern. Die Tiere halfen mit so gut sie konnten; sie hielten die zugeteilten Säcke so wie wir es letztes Jahr auch schon gelernt hatten. Die Pakete purzelten von allein in die Säcke, die nur noch zugebunden werden mussten.

Die Sehnsucht nach dem großen Fest trieb die Weihnachtsmänner zu sagenhaftem Eifer an. Sie wollten unbedingt sämtliche Geschenke, die sich angesammelt hatten verteilen. Jeder wusste: nur wenn alle Pakete bei ihren Empfängern angekommen waren, würde anschließend das große Fest der Weihnachtsmänner stattfinden.

Unser Bereich fiel völlig aus dem Rahmen. Das Regal sah geradezu leer aus im Vergleich zu den anderen.

„Trägst du diesmal die Pakete einzeln aus und klingelst überall, um sie zu überreichen?“ fragte Mimi.

„Nein, wir machen es genauso unvorschriftsmäßig wie wie letztes Jahr. Wir müssen den anderen helfen.“

Und so brachten wir einen voll beladenen Schlitten nach dem anderen zu den vorgesehen Orten, leerten die Säcke hoch oben in der Luft aus und die Geschenke suchten sich wieder selbsttätig den richtigen Empfänger.

Die Menge der Geschenke nahm zusehends ab und die Halle veränderte sich: an den schon leeren Wänden strahlten Lichter in unterschiedlichen Farben.

Als wir von der letzten Fahrt zurückkehrten, machte sich der Schlitten selbständig und steuerte auf eine Wand zu, die sich öffnete und ihn verschluckte.

Die Halle hatte sich in eine riesige Grotte verwandelt, deren Wände in allen Farben leuchteten. An einer Seite war eine Bühne aufgebaut. Wir warteten bis auch der letzte Schlitten mit seiner Besatzung angekommen war.

Es herrschte eine erwartungsvolle Stille. Und dann war es soweit. Mit einer kurzen Ansprache des ältesten Weihnachtsmannes begann das Fest. Eine Wand öffnete sich und die mit Unmengen Köstlichkeiten beladenen Tische marschierten herein und verteilten sich im Raum. Alles stürzte zum Buffet. Jeder fand mehr als eines seiner Lieblingsgerichte, nicht nur die Weihnachtsmänner auch die Tiere. Die Tische passten sich der Größe der Esser an.

Auf der Bühne tauchten wie aus dem Nichts Musikinstrumente auf und spielten fröhliche Musik. Wer wollte, konnte sich sein Lieblingslied wünschen. Weihnachtslieder waren allerdings nicht dabei, davon hatten die meisten unfreiwillig mehr als genug gehört.

Von all den Herrlichkeiten blieb nicht viel übrig. Die letzten Reste verschwanden, die Tische stellten sich an den Wänden auf und senkten sich bis auf den Boden. Die Weihnachtsmänner versammelten sich in der Mitte des Saals und warteten.

„Steigt auf die Tische.“ hörte ich Fritz hinter mir. „Ihr werdet gleich sehen warum. Wir sagen auch den anderen Bescheid.“ Und richtig, die Rentiere waren dabei, alle mitgereisten Tiere auf die Tische zu verteilen. Die Musik spielte einen Tusch, die Tische schwebten langsam nach oben und die Weihnachtsmänner begannen ihren Tanz.

Aus dem anfänglichen Durcheinander entwickelte sich eine endlose Schlange, die sich in verschlungenen Mustern durch den Saal wand. Sie teilte sich in kleinere Schlangen, fand wieder zusammen, löste sich in Kreise auf, die sich gegeneinander drehten. Dann entstand die Schlange neu und alles begann von vorn, wobei sich die Muster ständig änderten. Die Musik spielte immer wilder und die Weihnachtsmänner wirbelten übermütig durch den Saal.

Wir Zuschauer verfolgten von oben wie gebannt das Geschehen unter uns. Mir wurde allein vom Zusehen schon ganz schwindelig.

Dann wurde die Musik langsamer und die Weihnachtsmänner wichen in einem großen Kreis bis an die Wände zurück. Der Kreis öffnete sich und ließ die Rentiere herein, die sich zu ihrem Ballett aufstellten. Sie führten einen unglaublichen fantastischen Tanz auf, nicht nur auf dem Boden sondern auf zwei manchmal drei Ebenen in der Luft.

Als die Rentiere den Kreis verließen, brach der Beifall los wie ein Orkan. Wir klatschten wie verrückt, quietschten, bellten, hüpften, krächzten, klapperten mit dem Schnabel und die Rentiere strahlten vor Freude. Es dauerte ziemlich lange bis die Weihnachtsmänner mit ihrem eigenen Tanz weiter machen konnten.

Irgendwann begannen die Lichter langsam zu verlöschen. Schade, schon zu Ende, hörte man von allen Seiten rufen. Wir haben doch gerade erst angefangen. Der Abschied fiel uns allen schwer, aber dieses Mal hatten wir die Hoffnung, uns im nächsten Jahr wieder zu treffen.

028 – Nikolaustag

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Der verschwundene Weihnachtsmann

Der Nikolaustag bringt eine neue Reise mit dem Weihnachtsmann. Über die vielen wunderbaren Eindrücke und Erlebnisse vergessen sie vollkommen die Zeit. Doch vor Tagesanbruch müssen sie zurück sein. Das wird sehr sehr knapp.

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„Der Weihnachtmann und Fritz stehen wieder bei den Nachbarn im Garten!“ rief Gwendolin.

Wir rannten sofort los. Diesmal kletterte ich behutsam auf den Rücken des Rentiers und die anderen verteilten sich auf dem Schlitten. Wir warteten, aber nichts geschah.

„Ich sitze hier richtig unbequem.“ beschwerte ich mich.

„Hier ist das auch nicht besser.“ meinte Paula, die auf dem Schoß des Weihnachtmanns saß.

„Haben wir die Reise mit dem Weihnachtmann doch bloß geträumt?“ sagte Mimi. „Oder geht es nur am Weihnachtsabend? Wir könnten es ja jeden Tag versuchen. Vielleicht klappt es ja doch noch vorher.“

Wir waren etwas enttäuscht, aber wir stimmten Mimis Vorschlag zu.   Weiterlesen

027 – Das Geheimnis der weißen Wolke

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Die Reise mit dem Weihnachtsmann

Auf dieser Reise erkunden die Freunde das Geheimnis der weißen Wolke erleben hautnah mit wie der Weihnachtsmann die Geschenke verteilt.

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Es ruckelte tatsächlich beängstigend, der Schlitten schwankte bedrohlich hin und her. Seine Fahrgäste klammerten sich furchtsam fest, während ich sicher auf Fritz saß, als wäre ich dort festgeklebt. Fritz hatte nicht zu viel versprochen.

„Lieber Himmel, bin ich steif geworden, aber gleich geht’s besser. Ich werde langsam warm. Dieses endloses Herumstehen hier im Vorgarten ist wirklich abscheulich.“ brummelte Fritz.

Und richtig, seine Bewegungen wurden schneller, weicher und geschmeidiger je länger er lief. Dann hob der Schlitten ab und glitt sanft aufwärts. Paula und Gwendolin klammerten sich noch immer aneinander. Weiterlesen

026 – Weihnachtsvorbereitungen

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So hatten wir uns das nicht vorgestellt

Die Weihnachtsvorbereitungen der Freunde, entwickeln sich leider völlig anders  als gedacht. Doch Verlegenheitslösungen können zu erstaunlichen Ergebnissen führen.

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„Der Weihnachtmann und Fritz stehen wieder bei den Nachbarn im Garten!“ rief Gwendolin.

Wir rannten sofort los. Aber damit Du unsere Aufregung verstehen kannst, erzähle ich Dir am Besten erstmal, was wir letztes Jahr Weihnachten erlebt haben. Also das war so…

„Was haltet ihr davon?“

„Was halten wir wovon, Gwendolin?“ fragte Mimi.

Gwendolin, die mit geschlossenen Augen in ihrer Hängematte döste, fuhr erschrocken hoch.

„Wie? Was hast du gesagt?“

„Hast du geträumt? Du hast gerade gefragt, was wir davon halten.“

„Oh, das habe ich laut gesagt? Ja, stimmt. Ich habe vor mich hin geträumt und dabei ist mir eine gute Idee gekommen.“ Weiterlesen