022 – Der Giftzwerg

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Das Zwergenreich ist in heller Aufregung. Der Giftzwerg ist plötzlich wieder aufgetaucht. Er hat schon einmal fast das halbe Reich der Zwerge vernichtet.

Professor Dreikant erzählt

Max, ein alter weißhaariger Zwerg, saß an dem Tisch vor seinem Haus und war vollkommen in seine Arbeit vertieft.

„Du bist ein Verräter!“

„Du hast dem Giftzwerg den Eingang zu unserer Welt gezeigt!“

Eine Frau zeterte: „Du bist Schuld, dass er mich und meine Familie aus unserem Haus geworfen hat! Wir haben unser Haus verloren, weil du ihn hergeholt hast.“

Max fuhr erschrocken aus seiner Versunkenheit. Zahllose Bewohner des Zwergenreiches kamen drohend auf ihn zu. Er starrte sie verständnislos an.

„Macht Platz!“ ertönte eine laute Stimme. Die Zwerge wichen ängstlich zur Seite und ließen den Giftzwerg durch, der von einer Schar junger Zwerge begleitet wurde. Er war noch genau so überheblich wie damals und grinste genauso hämisch.

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021 – Fundstücke

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Fuchs, Wolf und Bär stehen vor einem Rätsel. Sie haben ein paar Dinge gefunden, die im Wald nichts zu suchen haben. Ein Geier kommt dazu und erzählt ihnen eine seltsame Geschichte…

Rabe erzählt

Ein Fuchs saß unter einem Baum nahe an einem tiefen Abgrund und starrte in die Luft.
Ein Wolf näherte sich: „Wieso starrst du Löcher in die Luft?“

„Keine Löcher. Sieh mal da.“

„Was ist das denn?“ An einem dicken Ast baumelte an einem Strick ein Trommelrevolver.
„Das ist so ein Ding, mit dem die Menschen sich gegenseitig totschießen.“ Der Fuchs freute sich, endlich einmal sein Wissen anbringen zu können. „Und solche ähnlichen Dinger benutzen sie leider auch, um uns zu totzuschießen.“

Der Wolf setzte sich neben den Fuchs und nun sie starrten gemeinsam das Ding an.

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020 – Das Mondmännlein

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Das Mondmännlein ist unbeabsichtigt auf der Erde gelandet. Und das ausgerechnet im Machtbereich des Wassermanns. Wie soll es da je wieder herauskommen?

Professor Dreikant erzählt

Das Mondmännlein stand verloren mitten im Wald. Die Nacht war stockfinster nachdem der Mond sich hinter einer Wolke versteckt hatte. Es hörte Geräusche um sich herum, die es nicht kannte und die es ängstigten. Wie war es nur hierher geraten? Es hatte doch eben noch auf seinem bequemen Lager auf dem Mond vor sich hin geträumt. Es machte vorsichtig einen Schritt, trat auf welkes Laub, das laut knarrende Geräusche von sich gab. Erschrocken hielt das Mondmännlein inne.

Es spürte jemanden in seiner Nähe.

„Ist da jemand?“ flüsterte es kaum hörbar.
„Ja, du befindest dich auf meinem Gebiet, auf dem du nichts verloren hast.“ kam die grollende Antwort.“Oder habe ich dich etwa eingeladen oder dir meine Erlaubnis gegeben?“ Die Stimme klang laut und drohend.
„Wer bist du? Ich bin doch fremd hier. Wo bin ich denn nur?“
„Willst du mir etwa einreden, du wüsstest nicht, dass du dich auf verbotenem Gelände befindest? Sag mir, wer du bist und was du hier willst.“

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019 – Märchenstunde

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Paula ist allein unterwegs. Sie erkundet einen zauberhaften Garten und gerät in eine höchst merkwürdige Tierversammlung.

Philip Pinguin erzählt

Es war ein wunderbarer warmer sonniger Tag. Wir hatten es uns nach dem Mittagessen an einem schattigen Platz am Bach gemütlich gemacht und dösten vor uns hin. Plötzlich sprang Paula auf.

„Ich gehe zu unserem alten Garten.“
Gwendolin öffnete verschlafen ein Auge und fragte entgeistert: „Was willst du da denn?“
„Ich habe heute Nacht von dem Garten geträumt. Es war ein wunderschöner Traum und ich muss unbedingt nachsehen, ob es stimmt, was ich geträumt habe.“
„Spinnst du? Du glaubst doch wohl nicht, dass da ein Zauberer am Werk war. Als wir das letzte Mal da gewesen sind, war es scheußlich. Aufgewühlte Erde. Lauter Leute, die alles Mögliche ausgerissen haben; Maschinen, die Krach machten und stanken. Und die Hausruine war nur noch ein Haufen Steine und Dreck.“
„Ja, das weiß ich noch ganz genau. Wir sind geflüchtet als wir das gesehen haben. Aber trotzdem. Vielleicht hat sich ja doch etwas geändert.“
„Das glaubst du doch selber nicht. Aber wenn du meinst, dann sieh nach.“
„Das mache ich auch. Du musst ja nicht mitkommen.“
„Das hatte ich auch nicht vor.“

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018 – Der Kopf im Haus

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Paula stöbert auf dem Dachboden herum. Sie findet ein altes Puppenhaus. Neugierig steckt sie ihren Kopf hinein. Das hätte sie besser nicht getan…

Gwendolin und Paula – 12. Kapitel
Philip Pinguin erzählt

Neulich habe ich schon einmal einen Anlauf genommen, den Rest der Geschichte von Paula und Gwendolin zu erzählen, aber da ist mir Fred dazwischen gekommen. Er hüpft immer noch immer jeden Tag ziemlich lange wie wild auf seiner Tastatur herum. Inzwischen schafft er auch schon einen zweifachen Überschlag. Er ist richtig stolz auf sich, aber er will uns nicht verraten wofür er übt.

Aber ich komme schon wieder von dem ab, was ich noch erzählen wollte. Also: Paula hat alle Tücher aufgehoben, die eine so wichtige Rolle bei ihrer Befreiung gespielt haben. Sie mochte sie nicht einmal zurück in die Schachtel legen. Ihren Platz im Zimmer hatte sie noch nicht eingerichtet und so lagen die Tücher auf der Matratze verstreut herum.

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